Accordeon-Freunde Kraichgau boten ein begeisterndes Jubiläumskonzert

Herausforderung bestens gemeistert

Accordeon-Freunde Kraichgau boten ein begeisterndes Jubiläumskonzert

Kraichtal-Gochsheim (art) „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten“, sagte Bürgermeister Ulrich Hintermayer in seinem Grußwort zum Jubiläumskonzert der Accordeon-Freunde Kraichgau und zitierte damit den Philosophen Aristoteles. „Sie sind kein bisschen müde geworden in den 50 Jahren Ihres Bestehens und Sie bereiten uns mit Ihrer Musik stets viel Freude.“ Dies stellten die Accordeon-Freunde bei ihrem Jubiläumskonzert auch umgehend unter Beweis mit ihrem umfangreichen Programm, bei dem sie viele schwierige Stücke zu meistern hatten. Doch Dirigent Daniel Hennigs hatte die Musikerinnen und Musiker bestens vorbereitet, so dass das Konzert ein musikalischer Genuss wurde in der mit großem Aufwand frühlingshaft dekorierten Gochsheimer Sporthale. Am Ende applaudierten die zahlreichen Zuhörer im Stehen. Das Erste Orchester der Accordeon-Freunde bietet eine große Klangvielfalt durch seine außergewöhnliche Besetzung. Neben den Akkordeonspielern, die den Klang prägen, kommen auch Keyboards zum Einsatz. Eine Schlagwerkgruppe mit Schlagzeug, Pauken und Percussion sorgt für mitreißenden Drive und besondere Klangvarianten. Dazu noch E-Gitarre und E-Bass, die  die Tasten unterstützen und ergänzen.

Die Ouvertüre zur „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel wurde zusammen mit einem Trompetentrio zum festlichen Auftakt. Bereits mit dem zweiten Stück wartete eine große Herausforderung in Form einer Ballett-Suite für Akkordeon in vier Sätzen. Es gelang den Musikern mit großer Stilsicherheit die Charakteristika der Sätze Marsch, Tango, Intermezzo und Tarantella bestens herauszuarbeiten und die Zuhörer zu begeistern. Der Frühlingsstimmen-Walzer reizte so recht zum Tanzen, doch man musste sich leider auf seinen Stuhl in den Reihen beschränken und konnte nur mit dem Körper mitschwingen sowie mit den Füßen wippen. Mit „La vie en rose“ und mit einem Lydie-Auvray-Potpourri kam durch den Akkordeonklang französisches Flair in die Halle. Beim Medley aus „Miss Saigon“ und beim Hauptthema aus „Star Wars“ bewiesen die Akkordeonspieler in besonderer Weise ihr musikalisches Können und zogen mit ihrem druckvollen, aber auch variantenreichen Spiel die Zuhörer in ihren Bann. Melanie Müßig begeisterte mit ihrem ausdrucksstarken Sologesang bei „La vie en rose“ von Edith Piaf und Uli Häfele wagte sich mit dem Orchester als Rückhalt sogar an die Arie „Nessum dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini, wofür er riesigen Beifall erhielt.

Manfred Kappler und Michael Seifried konnten beim Konzert auch zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vornehmen. Kappler ist Präsident des Landesverbandes Baden-Württemberg im Deutschen Harmonika-Verband und Seifried erster Vorstand der Accordeon-Freunde Kraichgau. „Akkordeonspielen prägt und hält zusammen“, stellte Kappler hierbei mit Freude fest. Unter anderen ehrten die beiden auch zwei Gründungsmitglieder, die über 50 Jahre hinweg die Geschicke der Accordeon-Freunde Kraichgau geprägt und gesteuert haben: Hans Beck und Hartmut Jenner.

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